Restat iter caeli: caelo tentabimus ire

28.10.06

Berliner Illuminationen III


So, jetzt ist auch der Funkturm im Album.

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26.10.06

Paranoia

Es gibt Momente, an denen bin ich mir ganz sicher, dass "SIE" wieder hinter mir her sind. Ihr wisst schon, wen ich meine, oder? Die, die Kennedy und M.M. umgebracht haben. Genau, die mit den schwarzen Sonnenbrillen und den SUVs mit den getönten Scheiben! Die, die für das Klicken in der Telefonleitung zuständig sind. Die, die aus den vielen "Gewinnbenachrichtigungen", die ich per Post bekomme, immer die Schecks herausnehmen. Die, die immer meine Brieftasche stehlen! In diesen hellen Momenten, in denen mir das bewußt wird, da wünsche ich mir, dass ich mein Handy bei Ntt DoComo kaufen könnte. Dort können so paranoide wachsame Menschen wie ich das Sharp SH903 erwerben. Schutz durch PIN? Wie unsicher! Viel zuverlässiger ist die Gesichterkennung via eingebauter 3 Megapixel Kamera. Vertrauliche SMS bekommen? Kein Problem, das Display hat einen Privacyfilter, der fremde Blicke ausgrenzt. Krankheitenübertragende Mücken? Damit ist es vorbei! Eine Mückenabwehr mit Ultraschall ist integriert! In diesem Sinne:
Elvis lebt!

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24.10.06

Schnee privée

Es hat mich schon immer gestört, dass ich in der Weihnachtszeit, den Schnee mit meinen Nachbarn teilen musste. Wie enthusiasmiert bin ich nun, da die Firma Bachler mir endlich mit "HOME-SNOW Der Privat-Schnee für jedermann!" ewiglich weisse Weihnachten beschert.

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Support Jojo

Dieser Blog hat es verdient zum besten deutschsprachigen Blog gewählt zu werden. Also bitte auf DIESE Seite gehen, bis “Best Weblog Deutsch” runterscrollen auf “beetlebum” klicken und für Jojo abstimmen.

22.10.06

Berliner Illuminationen II


Noch ein Paar Bilder vom Berliner "Festival of Light"

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20.10.06

Harte Arbeit


Ich überlasse es Euch, zu ergründen, warum ich das mache, was Ihr da seht. Es zeigt nur, das man auch auf einem Tradingfloor ungewöhnliche Wege gehen muss, wenn man etwas erreichen möchte. (Memo an mich: Immer aufpassen, ob Kollegen mit Kamerahandys in der Nähe sind.)

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Was weißt Du?

Als ich begann, mich zu bilden, da gab es einen Grundsatz: "Du musst es wissen". Diesem Grundsatz hatten wir alle zu folgen und dem bin ich im wesentlichen treu geblieben. Es machte das Lernen einfach. Wenn ich etwas nicht wusste, dann konnte ich fragen und bekam eine Antwort.

Doch dann begegnete ich Menschen, die einen anderen Weg beschritten: "Du musst es nicht wissen, sondern wissen, wo es steht". Gut und schön, das hatte für mich nur einen Nachteil: wenn ich etwas wissen wollte, dann bekam ich keine Antwort, die mir weiterhalf, sondern - wenn mein Gegenüber ein entgegenkommender Mensch war - entweder eine Bitte um Aufschub oder - wenn er ein abweisender Mensch war - eine Quellenangabe. So erweiterte ich zwar letztendlich mein Wissen, doch es dauerte länger als früher.

Noch ein wenig später. Mein Leben begann sich in Organisationen und Hierarchien zu bewegen. Dort begegnete ich dem dritten Archetypus. Dieser ist meist in höheren Sphären der Glas- und Stahlpaläste anzutreffen. Es ist der Mensch, der es nicht weiß. Der Mensch, der auch nicht weiß, wo es steht. Aber er weiß, wer es weiß. Dieser Mensch ist jedoch dass Opfer einer Illusion. Denn der, von dem er denkt, dass er es weiß, ist in der Regel einer, der weiß, wo es steht. Bedauerlicherweise ist dieser auch oft der, der Arbeiten koordiniert, organisiert und strukturiert, sie in der Regel aber nicht selbst erledigt. Somit wird dieser auch nicht selber nachschlagen und recherchieren. Dieser Mensch sitzt nun zwischen den Stühlen. Er kann nicht ohne weiteres die Quellenangabe an „den-der-weiß-wer-es-weiß“ weiterleiten. Damit würde er ja zugeben, dass er es nicht weiß, sondern nur weiß, wo es steht. Das wäre aber seinem Status als „Einer-der-es-weiß“ (und damit seinem Eckbüro, Dienstwagen und Bonus) sehr abträglich. Allerdings hat er auf der Leiter der Hierarchie inzwischen zumindest die silbernen Stufen erklommen. Er sieht sich also durchaus in der Lage, einen zu finden, der es weiß. Oder vielmehr einen zu finden, von dem er die Illusion hat, dass dieser es weiß. Denn in sehr vielschichtigen und verwinkelten Organisationen ist dies oftmals wieder jemand, der nur weiß, wo es steht. Einer, der dann in der gleichen Zwickmühle steckt, wie der ihn Fragende. So bildet sich also eine Fragespirale aus Unwissenden und Illusionierten, die selbiges kaschieren und die Informationsbeschaffung delegieren. (Könnt Ihr mir soweit folgen?)

Wo endet nun diese Spirale der Illusion? Sie endet bei mir. Bei dem, der es weiss. Bei dem, der die Arbeit macht. Könnte man daraus folgern, dass alle, die zwischen mir und „dem-der-weiß-wer-es-weiß“ (obwohl er es gar nicht weiß) entbehrlich und überflüssig sind? Oder ist es die beschriebene Spiralbewegung, die soviel Wind erzeugt, dass sie die Segel aufbläht und uns so alle vorwärts treibt?

Ich weiss es nicht, ich weiss auch nicht, wo es steht und kenne auch niemanden, den ich fragen könnte.

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19.10.06

Berliner Illuminationen


Derzeit wird ganz Berlin in strahlende Licher gehüllt. Ein wunderschönes Spektakel. Einige Fotos hier

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17.10.06

Denglish rules!

gesehen bei Anke

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16.10.06

Über Kommas und ihre Freunde

Mein Blog ist wohl das einzige Schriftstück, das andere Menschen von mir lesen, das nicht von irgendwem gegengelesen wird. Das bedeutet, dass ihr hier – trotz meiner ausgefeilten Wortwahl - wohl zahlreiche Tipp- und Inperpunktionsfehler finden werdet, um euch darüber zu amüsieren.

Warum ich trotzdem blogge? Nun es scheint als sei das „Peinlichkeitsgen“ bei mir ein wenig unterentwickelt. Die meißten Menschen würden vor Scham im Boden versinken, bei dem Gedanken, dass tausende Leser ihre fehlerhaften Texte lesen. Meine Einstellung ist mehr der Art: „Cool, ich habe tausende Leser“.

Wenn ihr also in der Zukunft Grammatik-, Interpunktions- oder Rechtschreibfehler in meinem Blog entdecket und könnt dem Drang, mir das mitteilen zu wollen, nicht widerstehen, dann bitte ich euch, das folgende Prozedere einzuhalten:

  1. Findet mit Google heraus, wie die Indianer früher Rauchzeichen machten.
  2. Zündet Euer Sofa an.
  3. Stellt euch auf das Dach eures Hauses und benutzt euer bestes Hemd, um den Rauch, der durch die Dachziegel quillt in wunderschöne Wölkchen zu formen.
Oder ihr habt einfach Spass daran, meine Einträge zu lesen, als seien Sie Emails eines Freundes, der nicht ganz so clever ist, wie er denkt.

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15.10.06

Back in Berlin

Endlich - Seit Mitte August mal mehr als 60 Stunden am Stück in Berlin. Endlich mal nicht mehr alles in zweieinhalb Tagen unterbringen. Ein herrlicher Sonntag mit Frühstück im Bett, Spaziergang im Wald, schwitzen in der Sauna, rumlungern auf'm Sofa und vor allem ohne Koffer packen zu müssen.

13.10.06

Ungeduldiges Warten

Endlich, endlich, endich gibt es den Helden meiner Jugend auch komplett auf DVD. Angus Mac Gyver in abend- ach was, in wochenfüllendem Format. Endloses "ich-rette-die-Welt-nur-mit-Isoband-und-einem-schweizer-Taschenmesser". Mit grosser Freude sehe ich der nächsten Grippewelle entgegen, die mich (nachdem das Set in Deutschland erhältlich ist) ans Bett fesselt und meinen DVD Spieler zum Glühen bringt.
Ach ja... falls jemand noch statt der Krawatten ein Weihnachtsgeschenk für mich sucht also, damit wäre ewige Dankbarkeit gewiss.

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12.10.06

Der Deutsche liebt das Vergängliche

Man gebe einem Deutschen 1000 Euro, unter der Bedingung das Geld auszugeben. Was wird er kaufen? Nach einer Umfrage würden 60% Bekleidung, Accessoires und Schuhe kaufen, 56% in Urlaub fahren und 50% ein Candlelight Dinner geniessen. Daraus lässt sich ja nur eines folgern: Es geht uns gut! Es fehlt uns scheinbar an nichts, ausser an Luxus. Verwunderlich im Angesicht des dauerhaften Lamentierens über hohe Arbeitslosenquoten (10.1%), hohe Verschuldung der Privathaushalte (1.57 Billionen Euro), Hatz IV, Mehrwertsteuererhöhung und Gesundheitsreform. In diesem Sinne frei nach Oscar Wilde:

Man umgebe mich mit Luxus. Auf das Notwendige kann ich verzichten.

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11.10.06

Mea Culpa

Asche auf mein Haupt werte Leser. Ich bitte um Absolution. Oft - auch bei meinen Kommentaren in fremden Blogs - kapriziere ich mich auf die Einhaltung der Regeln meiner Muttersprache. Es macht mir Vergnügen, mit dem Finger auf Worte wie "Essensausgabe" zu zeigen. In unziemlich arroganter Art, weise ich darauf hin, dass es bei dieser Essensausgabe wohl sicher auch Bratskartoffeln und Spiegelsei geben wird. Ja ich weise sogar meine teure Mutter darauf hin, dass sie sicher nicht die Wäsche auf die Leine hing, sondern hängte (obwohl die Wäsche dann auf der Leine hing und nicht hängte). Doch nun lese ich meinen gestrigen Eintrag und was springt mir ins Auge? "Hobbies" - Ich habe tatsächlich "Hobbies" geschrieben. Es reicht ja schon, wenn ich Fremdwörter nutze, an Stellen, an denen es auch gute Worte aus unserer Muttersprache gibt. Ich hätte ja auch genauso die Worte "Lieblingsbeschäftigung" oder "Steckenpferd" benutzen können. Doch nein, ich schrieb "Hobbies". Da sich aber auch Fremdwörter unseren Regeln zu unterwerfen haben, wird der Plural natürlich mit einem "s" und nicht durch Umwandlung von "y" in "ies" gebildet. Ich höre schon die empörten Einwürfe: "Aber im Englischen..." Schnickschnack! Das Wort mag ein Ausländer sein (politisch korrekt natürlich eher ein eingebürgertes Wort mit Migrationshintergrund), die Regeln sind und bleiben die meiner Muttersprache und daran hat es sich zu halten. Ich erlaube mir ja auch nicht, in den USA auf der Autobahn mit 200 km/h zu fahren und dies damit zu begründen, dass ich Deutscher sei und es in Deutschland ja erlaubt wäre. An dieser Stelle also nocheinmal die Bitte um Entschuldigung.

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10.10.06

Schenken kann so grausam sein

Weihnachten steht ja bald wieder vor der Tür und da ist es nur legitim, dass man sich Gedanken über kleine Aufmerksamkeiten für liebe Menschen macht. Oft orientieren sich die Geschenke, die man von Menschen erhält, mit denen man nicht so eng verbunden ist, an offensichtlichen Eigenschaften: Hobbies, kürzliche Umzüge, Berufe und so weiter. Deshalb scheint es nur natürlich zu sein, dass professionelle Schlipsträger aus der Zunft der Bankiers auch Krawatten als Present erhalten. Sollte es jedoch an fehlender modischer Geschmackssicherheit mangeln, so kann sich dies in einer Tortur für den Beschenkten enden, der aus Zuneigung das werte Accessoir tragen wird. Als kleiner Hinweis sei gegeben, dass Worte wie "originell" oder "lustig" unter keinen Umständen mit dem Wort "Krawatte" kombiniert werden sollten (gleiches gilt natürlich auch für Socken oder Boxershorts). Um eine kurze Geschichte nicht unnötig zu verlängern: Wer mir eine von diesen Krawatten schenkt, den streiche ich aus meinem Adressbuch.
Ergänzung: Danke Kersten, ich bin ja so froh, dass du mich auf meine Fehler aufmerksam machst. Ich hab' sie korrigiert *grummel*

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8.10.06

Engelchen hatte Geburtstag


Gestern hatte mein kleiner Augenstern Geburtstag. Leider ist sie gerade mit der Mama über die Herbstferien an die See gefahren. Deshalb auch nochmal hier: "Dicken Kuss zum Burtseltach"

6.10.06

Philosophische Frage des Tages

Wenn ein Mann in den Wald geht und einen Bären (sorry Bruno – Du bist nicht gemeint) mit einem spitzen Stock piekst und der Bär dann den Mann tötet, wer ist dann Schuld?

Bitte lest jetzt nicht weiter, bevor ihr euch gut überlegt habt ob ihr dem Manne oder dem Bären die Schuld gebt.

In Ordnung, jetzt könnt ihr weiterlesen.

Nehmt jetzt mal die obige Situation und ersetzt den Bären durch einen verwirrteten Menschen. Der Kerl mit dem spitzen Stock weiss ganz genau, dass er einem verwirrten und wahrscheinlich gewalttätigen Menschen gegenüber steht und piekst ihn trotzdem. Genau wie der Bär, tötet nun der verwirrte Mensch den Mann mit dem Stock.

Wer ist jetzt schuld? Der verwirrte Gewalttäter oder der Mann mit dem Stock?

Weiter im Text: Nehmen wir nun einmal an, der verwirrte Mensch ist ein ganz spezieller verwirrter Mensch: er ist ein strenggläubiger Anhänger seiner Religion. (Ich meine wirklich keine spezielle Religion hier, denn selbst der Papst hat gesagt, dass Glaube seinen Ursprung nicht in rationalem Denken hat) . Nehmen wir nun an, dass eines der Gebote dieser Religion wäre „Du sollst nicht pieksen deinen Nächsten auf dass mein Zorn über dich komme und dich zur Hölle schicke“.

Wenn jetzt diese verwirrte Person ansonsten in jedem Aspekt, der nicht ihre Religion betrifft, ein ganz normaler Mensch ist. Er mag ein Tankwart, ein Anwalt oder ein Arzt sein. Jeder der ihn sieht, weiss auch Bescheid über seine irrationale religiöse Seite. Nun kommt wieder der Mann mit dem spitzen Stock, piekst ihn und wird getötet.

Wer ist Schuld?

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3.10.06

elf von achtzig Millionen

Warum hängt eigentlich bei jedem Spiel der Nationalmanschaft eine Deutschlandfahne an jedem Auto, an jedem Fenster und Heute ist keine zu sehen? Wenn wir auf elf von uns stolz sein können, dann doch wohl auch auf den Rest von uns, oder?

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