Restat iter caeli: caelo tentabimus ire

28.7.06

Verräterische Blicke - Teil 2

Als erstes fühle ich mich natürlich geschmeichelt, dass es Menschen gibt, die meinen Blog lesen. Musste es aber ausgerechnet der Kollege sein, den ich im letzten Posting "durch die Blume" beschrieb? Andererseits... er hat sich erkannt, das ist ja auch schon viel wert. Und deshalb hier auch seine Antwort auf den letzten Eintrag:

Verräterische Blicke

Kennt ihr diese Situation? Ihr kommt gerade nach einem ausgiebigen Frühstück auf der 150qm Süd-Ost Terrasse eures Anwesen zur Arbeit, werft jedem Kollegen ein gezwitschertes "Guten Morgen" zu und bekommt als Antwort ein gerauntes "Mahlzeit" mit diesem Blick, der keinen Zweifel daran lässt, dass man es Euch nicht im geringsten gönnt den Tag entspannt zu beginnen? Egal der Tag begann so super, Ihr lächtelt weiter und lasst Euch nicht beirren. Doch dann, keine 10 Minuten später, also ca 45 Minuten nach dem letzten Bissen (Trüffel-Croissant mit Konfitüre) und dem letzten Schluck(frisch gepresster Orangensaft von der eigenen Plantage in Süd Spanien), kommt einer dieser Kollegen, mit immer noch dem gleichen, vorwurfsvollen Blick, in Euer Büro und es passiert das Unausweichliche. "Wollen wir mal wieder Essen gehen?". "Nein" wäre zwar die einzig richtige Antwort, aber so geht das Spiel ja leider nicht. Also bemüht man sich, die Pupillen soweit wie möglich aufzureissen, um dem Gegenüber zu suggerieren, dass man Ihn mag. Und dann brubbelt man etwas von viel Arbeit und wenig Zeit und dem späten Frühstück. Doch in dieser Situation ist es schon zu spät, die Schlinge zieht sich unweigerlich zu. Denn weder das Bestehen auf das völlig überteuerte Restaurant, noch das minutenlange Feilschen um die Uhrzeit können jetzt noch das gemeinsame Mahl verhindern. Man einigt sich auf einen Zeitpunkt in der Mitte, und schaut den Kollegen noch einmal ganz aufrichtig an. Nachdem er Euch in diese Situation maneuvirert hat, soll er sich seiner Sache ruhig sicher sein.

Und dann wartet Ihr. Es ist ja auch wirklich viel zu tun. Manchmal. Und selbst wenn man sich langweilt, da muss man jetzt durch. Man kann nur gewinnen. Zum einen hat der Kollege mehr Hunger als Ihr, bei Ihm gab es zum Frühstück ja nur Schwarzbrot mit Nutella, und das schon um 04:45Uhr. Zum anderen bringt die Zeitliche Verzögerung zwei enorme Vorteile. Erstens: das nächste mal wird sich der Kollege gut überlegen, ob er Euch zum Essen nötigt und zweitens ist sein Hunger später so groß das er sein Essen nur so in sich hineinschlingt, und euch damit die ganzen Geschichten übder die "Anti-Bärchen-Mafia" und verschnupfte Igel erspart bleiben. Derweil Ihr Euer Hummer-Carpacio geniesst, könnt Ihr ja ein wenig von eurem Strandhaus auf den Malediven schwärmen.

Es kann durchaus sein, dass das "Mahlzeit" am nächsten Morgen noch ein wenig unfreundlicher ist als sonst, aber man muss auch mal zurückstecken können.

Hier noch mein Tip für die Fortgeschrittenen: Gewöhnt euch die hart antrainierten geweiteten Pupillen wieder ab. Setzt ein ganz schlechtes Pokerface auf und sorgt dafür, das bei Eurem Kollegen Zweifel aufkommen ob der vereinbarten Uhrzeit. In Eurem Gesicht geschrieben steht "Ich werde später kommen und zwar genau zu der Zeit, die ich am Anfang vorgeschlagen habe, aber ich werde so tun als sei es nicht mit Absicht". Das wird dafür sorgen, dass sich der Kollegen gleich schlecht fühlt und nicht erst beim Essen.

Und jetzt noch der Tip für die Profis: Kommt von Zeit zu Zeit mal pünktlich. Dann sieht der Feind den Ball kommen, ducken kann er sich aber nicht mehr


[@Dirk: nächstes mal bin ich pünktlich. Ganz bestimmt!]

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Verräterische Blicke

Kennt ihr diese Situation? Ihr wollt euch mit einem Kollegen zum Mittagessen verabreden. Ihr habt Hunger und möchtet gerne früh gehen, Der Kollege ist ein Langschläfer mit spätem Frühstück und besteht auf eine spätere Uhrzeit. Ihr einigt euch auf einen Zeitpunkt irgendwo in der Mitte ... und dann schaut euer Kollege euch mit diesem ganz speziellen Blick an

Es ist dieser Blick, der sagt "Ich werde später kommen und zwar genau zu der Zeit, die ich am Anfang vorgeschlagen habe, aber ich werde so tun als sei es nicht mit Absicht". Der Blick lässt sich am besten mit den Worten "zeitweises Koma" beschreiben. Das Gesicht eures Kollegen wird für einen flüchtigen Moment kalt und leblos, wie ein schlechtes Pokerface, gefolgt von einem gezwungenen Lächeln und dem obligatorischen "okay, bis nachher", das mehr gemurmelt denn gesprochen ist.
Jetzt wisst ihr ganz sicher, dass ihr in einer Zwickmühle steckt. Ihr könnt ihm jetzt noch nichts vorwerfen. Ihr könnt aber auch nicht später als verabredet kommen, denn vielleicht ist er ja doch pünktlich.

Wenn ich in einer solchen Situation stecke, dann wünsche ich mir immer, ich könnte nicht in Gesichtern lesen. Leider hab ich mich zuviel mit Körpersprache, Verhandlungstrainings, Verkauftrainings und Rethorikseminaren auseinandergesetzt und anscheinend ein gewisses Talent dafür entwickelt. Das kann ganz nützlich sein, aber es ist ein Danaergeschenk. Ich sehe den Ball kommen, kann mich aber nicht immer ducken.

Vielleicht könnt Ihr ja mit einem kleinen Tipp etwas anfangen. Wenn Menschen etwas oder jemanden ansehen, den sie mögen, dann weiten sich ihre Pupillen. Völlig egal ob sie sich ein Kätzchen, einen Regenbogen oder ein Bild von Eva Longoria ansehen. Wenn Sie es mögen, versuchen die Augen mehr davon zu bekommen. Das funktioniert sogar bei Haustieren. Beobachtet mal euren Hund oder eure Katze, wenn sie ihr Lieblingsspielzeug oder ein "Leckerchen" ansieht.


[Anmerkung: wenn sich die Augen eures Haustieres nicht weiten, wenn es euch ansieht, dann plant es wahrscheinlich, euch im Schlaf zu ermorden]

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27.7.06

Erfolgreich Verhandeln

Ein Großteil meiner Arbeit beinhaltet das Führen von Verhandlungen und Diskussionen. Das kann ich, darin bin ich ausgebildet und ja, es macht mir auch Spaß. Meine wichtigste Lektion war jedoch, dass es Menschen gibt, die versuchen, ihr Gegenüber als Narr zu präsentieren, um danach in die Offensive zu gehen. Hier die häufigsten Strategien, die ich erlebt habe:

  1. Mache aus einer allgemeinen Aussage eine generelle.
    Zum Beispiel, wenn jemand behauptet, dass die Deutschen Weihnachten feiern, weise ihn darauf hin, dass zahlreiche Moslems in Deutschland leben, und dass somit die Aussage ALLE Deutschen feierten Weihnachten Unsinn sei. (Es gibt Bonuspunkte für die Unterstellung, dein Gegenüber hätte eine amti-muslimische Einstellung).
  2. Mache aus der Darstellung von Fakten implizite Meinungen
    Wenn zum Beispiel jemand sagt, dass nicht alle Moslems Terroristen seien, dann beschuldige die Person, sich auf die Seite der Terroristen zu stellen.
  3. Mache aus der Darstellung von Fakten implizite Vergleiche.
    Wenn zum Beispiel jemand behauptet, dasGhandi keine Kühe gegessen hätte, beschuldige die Person, Kühe auf die gleiche Stufe mit Ghandi zu stellen.
  4. Unterschlage Schlüsselwörter.
    Wenn zum Beispiel jemand behauptet, dass Menschen keine Steine essen könnten, wirf der Person vor, dass sie so dumm sei, zu behaupten, dass Menschen nicht essen könnten. Bonuspunkte für die schlüssige Darlegung, dass Menschen Kiesel essen können, wenn sie sich nur wirklich Mühe geben.
  5. Gehe von der dümmsten Interpretation aus.
    Wenn zum Beispiel jemand behauptet, er könne 5 km in 20 Minuten laufen, dann gehe davon aus, er meine, dies geschehe unter Wasser und argumentiere, dass niemand so lange die Luft anhalten könne.
  6. Halluziniere völlig abwegige Fakten.
    Wenn zum Beispiel jemand sagt, dass Äpfel auf Bäumen wüchsen, wirf ihm vor, er hätte gesagt, dass Mäuse Flügel hätten und weise darauf hin, wie dumm das sei.
  7. Spiel die „Mangelnde-Bildung-Karte“ aus
    Wenn zum Beispiel jemand sagt, dass Eis kalt sei, schlage vor, dass er erst Chemie, Physik und Meteorologie studieren solle, bevor er unzulässige Schlüsse ziehe, die die Komplexität von Eis völlig außer Acht lassen.

Dies sind nur die grundlegenden Varianten, die ich selbst immer wieder erlebe. Wenn euch noch weitere einfallen, schickt sie mir gerne per Mail.

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26.7.06

vom "ach ist das süß Virus" befallen


Cess
Originally uploaded by Dirk Brauers.
Nein, niemand versucht hier den Igel so beherzt zu drücken, bis der Saft aus dem Näschen tropft. Das Igelchen, das nach einem Autounfall mit gebrochenen Beinen (man beachte die Gipsfüsse) im Zoo von Sidney wieder aufgepäppelt wird, scheint die Blubber-Blasen nur zum Spass zu machen.

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mein iPod ist mein Freund


(gesehen bei Alexander Kluge)

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22.7.06

Wehret den Anfängen

Erinnert euch an die glücklichen Momente eurer Kindheit. Die Momente, in denen ihr euch geborgen fühltet, obwohl ihr alleine ward. Schließt die Augen und träumt euch zurück zu den Momenten, in denen ihr noch ganz klein ward und abends euer müdes Köpfchen auf das duftige Kissen bettetet. Das heimelige Zimmer war ganz dunkel und das machte euch vielleicht ein wenig Angst. Gefürchtet habt ihr euch aber nicht. Es gab auch die Momente, in denen die Welt ungerecht war. Euch standen kleine Tränen in den Augen und eure Eltern blickten auch nicht mit der sonst gewohnten Liebe, sondern mit nachdrücklicher Strenge in euer trauriges Gesicht. Aber ihr fandet Trost. Trost bei jemandem, der immer für euch da war, bei jemandem, der immer ein offenes Ohr hatte für euren Schmerz und eure Sorgen. Dieser jemand liess euch nie im Stich. Er verzieh euch alles. Er ertrug Zeiten der Vernachlässigung genauso wie eure Wutausbrüche. Ja, er litt nicht nur mit euch sondern auch durch euch. Aber er war immer da. Vielleicht haben einige von euch das Glück, ihm auch heute noch gelegentlich zu begegnen. Es sind dann Momente, in denen ihr wahrscheinlich ein wenig lächelt, ihm in die Augen seht, ihn zärtlich streichelt und umarmt.

Mein „Jemand“ heißt Frank, seine Haare sind weniger geworden mit den Jahren und auf einem Auge ist er blind. Er ist in einem Alter, in dem er jetzt mich braucht. Und ich werde immer für ihn da sein.

Frank ist mein liebster Teddybär.

Jetzt sind zwei augenscheinlich gefühlskalte Hamburgerinnen (nach eigenen Angaben die eine „Designerin“ die andere „praktizierende Familienbild-Reformerin“) ausgezogen, künftigen Generationen diese Momente zu nehmen. Sie gründeten die herzlose Initiative „Mamamoto“, deren grausames Manifest mit den verwerflichen Worten „Nieder mit den Bärchen“ u. a. die Verbannung aller Bärchen proklamiert. Sie fordern uns unverblümt auf, den Bärchen abzuschwören. Offen wird damit zum Kampf aufgefordert. Sogar die auf der Website veröffentlichte Emailadresse der Initiative verspricht martialische Taten: baerchenkrieg@mamamoto.de. Es wird aufgefordert. sich zu Ihren Zielen öffentlich zu bekennen und „Botschafter“ ihrer Initiative zu werden. Tatsächlich haben einige Frauen sich bereits dort öffentlich dazu bekannt. Wahrscheinlich waren sie geblendet von den fadenscheinigen Argumenten der Gründerinnen der Initiative. So soll das Familienbild in der Öffentlichkeit, welches geprägt sei durch die Bärchen, verantwortlich für den Geburtenrückgang in Deutschland sein. Ja es gibt sogar Umfragen, die mamamoto in Auftrag gegeben hat. Die Ergebnisse lassen mich die Stirn runzeln. So schliesst die Gründerin aus der Umfrage, „dass diese oftmals unästhetischen Produkte nicht gerade Lust auf Familie machen“

Amüsante Idee. Es scheint sich also die kühle Hamburgerin zu denken, dass sich der Bundesbürger stärker vermehrt, wenn die Bärchen verschwinden. Vielleicht denkt Sie auch, dass der Storch sich vor dem Bären fürchtet. Kein Wunder also, wenn aus diesen geistigen Wirrungen eine aggressive Willkür gegen ein so wehrloses Objekt des Glücks vergangener Kindertage erwächst.

Ich sage WEHRET DEN ANFÄNGEN und fordere euch zum gewaltfreien Widerstand gegen diese Bewegung auf.

  • Schenkt einem Kind ein Bärchen!

  • Macht ein Foto von eurem Bärchen und schickt es mit den Worten
    „Fass mein Bärchen nicht an!“
    an baerchenkrieg@mamamoto.de oder an mich Teddy@power.ms
  • Tragt die Fackel des Widerstandes weit in das Land hinein, in dem Ihr eure Freunde, eure Verwandten und auch eure Kinder bittet euch zur Seite zu stehen und es euch gleichzutun.

VENCEREMOS!

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21.7.06

Von Dieben umgeben

Heute wurde mir zum zigsten mal mein Portemonnaie gestohlen. Ganz ehrlich ich hab’ das so satt! Ich weiß nicht einmal was mich dabei mehr aufregt – das Verbrechen oder die Tatsache, dass sich der skrupellose Dieb eine Stunde nach seinem Diebstahl immer wieder in meine Wohnung einschleicht und das Portemonnaie in eines dieser heimlichen Verstecke legt. Zum Beispiel auf den Schuhschrank im Flur.

Ich weiß, dass der Dieb keine besondere Leuchte ist, denn es fehlt nie etwas aus dem Portemonnaie. Es könnte derselbe Idiot sein, der mir früher immer mein Auto gestohlen hat, wenn ich in irgendein Parkhaus gefahren bin. Der Kerl hat zwar das verfahrene Benzin wieder aufgefüllt und das Auto dann in der Regel exakt eine Etage über oder unter dem Parkplatz auf dem ich es abgestellt habe geparkt, aber ich denke dennoch dass so etwas rücksichtslos und sehr beunruhigend ist.

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20.7.06

Die Telefonzicke

Ich saß letzte Woche im ICE von Frankfurt nach Berlin. Natürlich ein verspäteter Zug, dass ist klar. Der Ansager am Bahnhof sagte schon, dass der Zug sich um eine halbe Stunde verspäten würde. Solche glatten Zahlen machen mich immer ein wenig misstrauisch. Wenn er gesagt hätte, dass der Zug 23 Minuten später käme, dann hätte ich geglaubt, dass er weiß, wovon er redet. Zu sagen, dass es eine glatte halbe Stunde sei,ist doch dass gleiche als würde er sagen "mal ehrlich, ich hab keine Ahnung wieso so ein Klotz Metall sich überhaupt auf den Schienen bewegen kann"

Naja, ich war schon ein wenig angepiekst, denn es war heiß, ich hatte zu wenig geschlafen, ein halber Schokoshake von Mc Donalds, den ich mir als Ausgleich für die Verspätung gönnte, klebte auf meiner Hose und das Seminar von dem ich kam war ziemlich anstrengend. Fakt war: ich wollte meine Ruhe, wollte mich in meine Sudokus versenken und nichts von meiner Umwelt wahrnehmen. Wie gesagt, ich war gereizt. Und da passierte das was ich am allerwenigsten gebrauchen konnte. Die Frau mir gegenüber entpuppte sich als Telefonzicke.

Falls ihr mit diesem Begriff, den ich gerade erfunden habe, nicht vertraut seid, eine Telefonzicke ist eine Frau, die ohne Zeitschriften, iPod, Bücher, Spiele oder sonst ein Mittel zum stillen Zeitvertreib in einen Zug einsteigt. Alles was sie hat, ist ein Handy, und sie wird es benutzen, egal wievielen Menschen sie damit am Nervenkostüm nagt.

Um hier nicht geschlechterdiskriminierend zu wirken, es gibt natürlich auch das männliche Gegenstück dazu, doch dass ist dann ein Telefonochse - ein kleiner aber durchaus feiner Unterschied, der nicht zu vernachlässigen ist.

Die Motivation der Telefonzicke ist dass unstillbare Verlangen mit Menschen (oder auch Anrufbeantwortern) zu reden. Der Telefonochse wird getrieben von dem immer wieder ausbrechenden Urinstinkt, jedem anderen Männchen (und auch den kleinen niedlichen hilflosen Weibchen) zu zeigen, dass er das prächtigste, mächtigste, potenteste und wichtigste Alphatier im Zug sei. Der Telefonochse hört sich also dann ungefähr so an "PETER? HIER IST MICHA, LASS UNS UNBEDINGT HEUTE DEN XXX DEAL ABSCHLIESSEN, EGAL OB WIR DA NOCH 10 MILLIONEN NACHSCHIESSEN MÜSSEN. DENK DRAN DIE QUALITÄT IST EINFACH WICHTIGER ALS DER PREIS! ABER DAS WOLLEN FRANK, KLAUS, MARIA UND KARL, DIE ALLE FÜR MICH ARBEITEN EINFACH NICHT KAPIEREN. WIE GUT, DASS ICH WENIGSTEN WEISS WIE DER LADEN LÄUFT UND ICH HOFFE, DASS DAS AUCH JEDER DER ZUFÄLLIG MITHÖRT JETZT BEGRIFFEN HAT."

Die Telefonzicke klingt eher wie "Hallöchen, hier ist Kathleen. Hast Du schon gehört..."

Seht Ihr? Völlig anders!

Sekunden nachdem ich mich setzte, begann die Telefonzicke zu wählen. Ich weiß nicht, ob sie ihr Telefonbuch alphabetisch abarbeiten wollte, doch irgendwann war sie bei Anrufer nummer sechs und es war kein Ende in Sicht. Ich hätte mich woanders hinsetzen können, aber ich mochte den Platz und ich leide an einer Art irrationalen Optimismus der mir sagt: "gleich ist's vorbei". Ich bin ja auch ein geduldiger Mensch, der noch ein paar Momente schnatternder Geräuschkulisse ertragen kann.

Natürlich war mir klar, dass sie für die nächsten vier Stunden nur zwei Alternativen hatte:

1. gelangweilt vor sich hin starren

2. mich zur Weissglut treiben indem sie weiterhin in ihr Telefon blabbert.

Es wurde jedoch noch schlimmer. Ein der Welt entrückter Selbstredner setzte sich neben mich. Das sind alleinreisende Männer, die ihrer Überraschung, ihrem Entzücken oder ihrer Abneigung gegenüber allem was sie gerade sehen, lautstark Ausdruck verleihen müssen (das erinnert ein wenig an eine zivilisierte Form des Tourette Syndroms). Es ist natürlich eine Einladung zur Konversation aber ich bot ihm lieber meine beste Hellen Keller Imitation und hoffte, dass der Sachse, der ihm gegenüber sitzt (und sich dank der Telefonzicke nicht auf seine Superillu konzentrieren kann), anbeisst.

Um also zusammenzufassen, Ich saß müde in einem verspäteten Zug, hatte eine Telefonzicke gegenüber, einen Selbstredner zu meiner Rechten, Eiskrem auf der Hose und ich stelle mich blind und taub.

Aber ansonsten war es eine gute Fahrt.

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19.7.06

Tierschutz


elks3
Originally uploaded by Dirk Brauers.
Eigentlich wollte ich hier ein paar amüsante Worte darüber verlieren, dass ich mich nach vier Tagen in Montabaur nun als Mitglied der internationalen "Elk Preservation Society" ansehe und dieses Blog nun zur "elchsteakfreien Zone" erkläre. Es wären jetzt noch mit einem Augenzwinkern ein paar Worte zum Tierschutz gefolgt um dann aufzulösen was es mit den Stoffelchen auf sich hat.
... und dann erreichte mich dieser Artikel, der mir jedes Lächeln aus dem Gesicht trieb.

14.7.06

Gepäckstück vermisst


frombraziltoballack
Originally uploaded by docbike.
Das abgebildete Gepäckstück wurde Mitte Juni auf dem Gepäckband des Frankfurter Flughafens gesichtet. Leider ergab die Rücksprache mit dem Empfänger, dass er es nicht erhalten hat. Da zur selben Zeit auch ein italienisches Flugzeug landete, sind Verdächtigungen geäussert worden, dass einer der Passagiere italienischer Herkunft möglicherweise mit dem Verschwinden des Gepäckstückes in Zusammenhang zu bringen sei. Sachdienliche Hinweise, die dazu führen, dass das Gepäckstück an seinen rechtmäßigen Besitzer übergeben werden kann, nehme ich gerne entgegen.

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9.7.06

Danke FIFA

Grossartig... Big brother FIFA ist überall... tatsächlich wurde das Video entfernt, weil es unlizensierte WM Bilder enthält
Weltmeister der Herzen


Auch wenn dieses Trostvideo nach dem Sieg über Portugal überholt ist... gut ist es allemal!

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uns're Jungens sind gelandet


... und zwar in Tempelhof. Ein kurzer Blick auf die leicht verkaterten "Weltmeister der Herzen" auf ihrem Weg zum Brandenburger Tor war zu erhaschen.

8.7.06

Yo! Vee Dub is in de Haus!

"Pimp my car" war gestern! rreally cool autos come frromm Deutschland! (yo)

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7.7.06

Nicht aufgeben!



Großartig, wie sich in der Stadt langsam die Stimmung wieder hebt! Morgen ist das "Finale der Herzen" und wir werden "uns're Jungens" unterstützen! Sie haben was großartiges geleistet! ... und ausserdem macht es viel mehr Spaß zu jubeln, gut drauf zu sein und sich auf was zu freuen. Ich habe beschlossen Deutschland zur "Nicht-Raunzer-Zone" zu erklären!

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Deutsche Sprache

Kritik musste ich einstecken! Ja, ich wurde geschumpfen, dass ich mich dem neumodischen Sprachgebrauch hingäbe. Nun gut, es soll von mir nicht heissen, dass ich nicht unsere Muttersprache gepflogen hätte! Ich gelobe Besserung. Wer es mir gleichtun mag, der klicke hier

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6.7.06

Ich freu mich wie ein Kullerkeks!!!!!!!!!!


Eine liebe Kollegin (eigentlich war es ja ihre Tochter) hat mir ein Autogramm von Jens Lehmann besorgt. Ick krich dat Jrinsen nich' mehr aus'm Jesicht.

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5.7.06

Pour mes amis francais


Ca, c'est pour Agnes, Florence, Victoire, Fabrice et particulierement pour Sophie! Ce soir, je porte la Tricolore pour "Les Bleus" et je vais chanter la Marseillaise tres fort! Bonne chance.

Et s'il vous plait: Dimanche, empeche les Italiens de gagner leurs quatrieme etoile!

so kann man's auch sagen

Gestern Abend, die Sonne sinkt, der Stern unserer Manschaft war noch am steigen. Wir sitzen gespannt und aufgeregt vor der Großbildleinwand. Vor uns sitzt eine ältere Dame, die irgendwie nicht so recht zu dem bemalten, johlenden, Fan-T-Shirt tragenden Rest des Publikums zu gehören scheint. Wie sie selber sagt, sei sie eigentlich kein Fußbalfan aber "als [sie] am Freitag das Fussballspiel sah, da wurde [sie] doch sehr enthusiasmiert" Okay... Das Wort wäre mir wohl nicht eingefallen. Dem "Denglish" verfallen, hätte ich wohl gesagt, dass der Event ein "significant upside potential for excitement" hat... aber das wäre nicht wirklich besser gewesen

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4.7.06

Die beste Idee des Tages


Die Idee kam gerade von meinem Chef... und was der sagt, das wird gemacht!

"Heute, um 21:00 Uhr sollte ganz Deutschland den netten Bringservice unserer italienischen Restaurants/Pizzabuden nutzen.

Somit haben sie eine kleine Entschädigung für die Niederlage gegen Deutschland und kommen in den Genuss der super Radioübertragungen.

Macht alle mit! Rache ist Blutwurst. Kein Frings? kein gemeinsames, italienisches Fernsehgucken![...]."

Ob ich die Pizza dann esse weiß ich nicht... nicht dass sich die Oliven als Ziegenköttel entpuppen oder so! man weiß ja nie!

Neue Bilder auf Kerstens Foto-Seite


Kersten hat neue Fotos von T.'s Speedster gemacht. da kann ich nur sagen "Hut ab" sind ziemlich cool geworden. Ich sollte mal Meine BMW von ihm ablichten lassen!

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Tu was man Dir sagt!

Okay, ich wusste schon immer, dass die Preussen sich jedem Befehl beugen, doch manchmal zweifle ich an dem was gemeinhin als gesunder Menschenverstand bezeichnet wird. Dass Fußballfieber scheint da nicht ganz unschuldig zu sein.

Man stelle sich also folgende Versuchsanordnung vor:

1. Ein Ball wird mit Beton gefüllt.
2. Der Betonball wird an eine Laterne am Alex gekettet
3. Man nehme ein wenig rosa Farbe und sprühe "can u kick it?" auf den Boden
4. warten

Es kommt wie es kommen muß. Egal wann ich gestern über den Alex lief, irgendeiner stand immer da und hielt sich den Fuß!

3.7.06

Wireless Schiri

Zum ersten Mal haben ja bei dieser WM alle nen Knopf im Ohr und so ein Mikro vor der Schnute. vielleicht sollte sich der eine oder andere Sender mal in die Funkfrequenzen hacken. Ich bin furchtbar neugierig was da so über den Äther läuft.
"Hey der mit der 13 hat gerade gefoult - gib mal Gelb!" "och nö, der ist so nett"
Oder vielleicht läuft da auch wunderbar sanfte Fahrstuhlmusik zur Beruhigung.
Vielleicht sind das ja auch nur die Freisprecheinrichtungen für die Handies..."Schatz, das Spiel ist doch gleich aus, Kannst du vielleicht noch zwei Liter Milch mitbringen?"

1.7.06

Vergesst das Bolzen nicht


Das sagte unser Klinsmann und der weiß was er sagt! Echtes Straßenfußball von echten Kindern gespielt, die aus aller Welt kommen, nur leider nicht aus Ghana und Nigeria, denn denen wurde Leider das Visum verweigert. Wenn auch also Morgen der Fußball der "GROSSEN" fehlt und ihr vielleicht auch ein paar wilde Drei-Käse-Hochs an der Hand habt, die mal was erleben wollen, dann ab nach Kreuzberg! Da wird es noch den "echten" Fußball geben!