Restat iter caeli: caelo tentabimus ire

30.6.06

Fussballregeln für die Damen


Was ist Abseits? Diese Frage hat sich ja besonders oft gestellt als unsere westlichen Nachbarn (die mit den Baguettes und dem Rotwein) spielten. Die Antwort ist eigentlich ganz einfach, stellt Euch vor...
Du befindest Dich in einem Schuhladen und stehst an der Kasse. Vor Dir in der Schlange steht nur noch eine einzige Dame, eine nette, sympathische Erscheinung. Sie scheint die Kassiererin zu kennen, gehören wohl irgendwie zusammen. Auf einmal entdeckst Du auf dem Regal hinter der Kassiererin ein Paar Schuhe, in das Du Dich sofort verliebst. Du hast zwar schon genügend Schuhe, aber dieses Paar ist einzigartig, Du musst es einfach haben, dieses Paar ist nur geschaffen worden, um Dir zu gehören, Du musst es besitzen, damit Dein Leben glücklich weitergeführt werden kann, es geht nicht mehr ohne dieses Paar ...!
Plötzlich bemerkst Du, wie die Dame vor Dir in der Schlange, mit dem selben Paar liebäugelt ... die blöde Kuh! Per Blickkontakt signalisiert sie, daß das Paar
nicht in Deine Hände gelangen soll. Ihr beide habt nicht genügend Geld dabei, um das Paar zu bezahlen. Vordrängeln macht keinen Sinn ohne bezahlen zu können. Die Verkäuferin schaut Euch geduldig an und wartet. Deine Freundin, die gerade im Laden andere Schuhe anprobiert, erkennt Deine mißliche Lage und reagiert, wie es natürlich eine solidarisch-loyale Freundin, wie man sie in einer Extremsituation wie dieser brauch, tut. Sie plant, Dir ihr Portemonnaie zuzuwerfen, damit Du das
hinterhältige, fiese Biest vor Dir, geschickt umrunden und die Schuhe kaufen kannst. Sie wird Dir den Geldbeutel über sie hinweg nach vorne werfen, und während dieser sich in der Luft befindet, umrundest Du das Miststück, fängst das Geld und kaufst blitzschnell die Schuhe. Aber! So lange Deine Freundin den Akt des Zuwerfens nicht abgeschlossen hat, d.h. das Geld sich noch in ihrer Hand und nicht in der Luft befindet, darfst Du Dich beim Überholen zwar auf gleicher Höhe, aber nicht schon vor der anderen Kundin befinden .......... andernfalls bist Du im Abseits!

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29.6.06

Tor verpasst?

Kein Problem: alle Tore aus allen Perspektiven (auch aus der Sicht des Balls)

Des Deutschen liebste Themen

Der Deutsche "an sich" liebt es ja zu verreisen. Das wissen wir. Es ist uns ja auch bekannt, dass die Urlaubszeit auch die Hormone der Reisenden in Wallung bringt. Wir haben auch schon davon gehört, dass deutsche Urlauber dazu neigen jeden Mangel in Ihrem Urlaub vor die Gerichte zu zerren.

Soweit also nichts Neues. Interessant wird es, wenn es darum geht all das zu kombinieren.

Die SZ berichtete gestern, dass ein Urlauber mit seiner Lebensgefährtin eine Urlaubsreise nach Menorca ( wo auch sonst) gebucht hatte und in seinem Zimmer zwei separat aufgestellte Einzelbetten statt eines Doppelbetts vorfand. Dies war für ihn ein unhaltbarer Zustand denn aus diesem Grunde sei "Ein friedliches und harmonisches Einschlaf- und Beischlaferlebnis [...] während der gesamten Urlaubszeit nicht zustande gekommen"

Ein derartiger Mangel ist ja auch mal eben gut genug, um den Veranstalter zu verklagen. Zwanzig Prozent des Reisepreises sollten da doch schon bei rausspringen. Nicht genug damit, dass jemand zwei Einzelbetten als Reisemangel empfindet, nein auch die deutschen Gerichte müssen sich mit soetwas befassen. Charmant wird es, wenn man liest, mit welchem Augenzwinkern in sauberstem "Juristendeutsch" die Klage abgewiesen wurde:

"der Kläger [habe] nicht näher dargelegt [...], welche besonderen Beischlafgewohnheiten er hat, die fest verbundene Doppelbetten voraussetzen. Es komme hier auch nicht auf spezielle Gewohnheiten des Klägers an, sondern darauf, ob die Betten für einen durchschnittlichen Reisenden geeignet sind. Dem Gericht seien mehrere allgemein bekannte und übliche Variationen der Ausführung des Beischlafs bekannt, die auf einem Einzelbett ausgeübt werden können, und zwar durchaus zur Zufriedenheit aller Beteiligten.

Weiter führte das Gericht in seiner Begründung aus, dass darüber hinaus kein Reisemangel vorliege, wenn der Mangel mit wenigen Handgriffen zu beseitigen ist. Auf einem von dem Kläger vorgelegten Foto sei zu erkennen gewesen, dass die Matratzen auf einem stabilen Rahmen liegen. Es hätte nur weniger Handgriffe bedurft, um die beiden Metallrahmen durch eine feste Schnur miteinander zu verbinden.

Für den Fall, dass Herr K. etwas derartiges nicht dabei hatte, war das Gericht der Ansicht, dass bis zur Beschaffung einer Schnur der Kläger sich beispielsweise auch seines Hosengürtels hätte bedienen können, denn dieser wurde in seiner ursprünglichen Funktion in diesem Augenblick sicher nicht benötigt"

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28.6.06

Was dachte Bruno


Dieser Text wurde von einer der besten Tierkommunikatorinnen der Schweiz geschrieben:

"Hier können Sie lesen was Bruno darüber denkt:

"Meine Aufgabe war es, in ein Gebiet der Menschen zu kommen. Ich wusste aber nicht, was auf mich zukommen würde. Alles hat mich verwirrt und viele Dinge habe ich nicht verstanden. Es war keine leichte Aufgabe für mich, aber ich habe es gerne getan.

Ich hatte die Aufgabe die Menschen, darauf aufmerksam zu machen, dass sie mit der Natur nicht zurecht kommen, wenn es nicht nach ihren Regeln geht. Die Natur hat aber ihre eigenen Regeln. Die Menschen haben vergessen, dass nicht sie die Natur beherrschen und machen, sondern dass sie aus der Natur entstanden sind und dass die Natur immer noch selber bestimmt, was sie tut und was nicht. Die Natur lässt sich nicht kontrollieren. Das ist eine Illusion. Die Menschen laufen in ihr Verderben, wenn sie nicht erkennen, dass sie mit der Natur leben lernen müssen anstatt sie zu bezwingen.

Wenn ich mich hätte einfangen lassen, wäre das wieder ein Sieg der Menschen geworden - und das durfte nicht sein. Ich bin zwar tot, aber für die Menschen ist der Verlust grösser. Sie haben versagt, sich mit der Natur (also mit mir) zu arrangieren, und so gleichzeitig eine Chance verpasst, mit der Natur zu leben anstatt sie kontrollieren zu wollen.

Umbringen ist keine Kontrolle; es ist ein Zeichen der Schwäche, denn wenn man etwas eliminiert anstatt sich damit auseinander zu setzen heisst das, dass man nicht weiss, wie man sich damit auseinader setzen soll. Die Menschen werden sich aber früher oder später damit auseinander setzen müssen.

Ich war eine Chance, die sie nicht wahrgenommen haben. Meine Aufgabe ist getan. Ich wünsche euch Glück und hoffe, dass ihr es doch noch lernt, bevor die Natur andere Seiten aufziehen muss."


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26.6.06

Bruno ist tot...

Ein ruchloser Bayer hat im Blutrausch Meister Petz's junges Leben auf brutale Weise gnadenlos beendet. Ich erwarte von jedem fühlenden Menschen in diesem Lande, den schändlichen Mörder zu ächten. Möge seine Seele und die des Verantwortlichen von nun an von Schuld geplagt ruhelos sein.
Mögen alle Bären der Welt gewarnt sein: Dass Wort eines Bayern wiegt nicht viel!

"Der Braunbär ist in Bayern willkommen." Das sagte Bayerns Umweltminister Werner Schnappauf (CSU) noch am 18. Mai.

"Es ist ein Raubtier, und es wird rauben, wenn es da ist - es braucht ja etwas zu fressen." Das sagte der Sprecher des Landesjagdverbandes Bayern Thomas Schreder, am 19. Mai.

"Der Papst hat mit der Aufnahme des Bären in sein Wappen mit hoher Autorität das Heimatrecht des Bären in Bayern neu bekräftigt." Der Sprecher des Erzbischöflichen Ordinariats in München, Winfried Röhmel.


Lasst uns dieser unschuldigen Tierseele gedenken.

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24.6.06

nur kurz...


... völlig übermüdet nach langen Reisetagen zum ABS Summit in Barcelona, mit back-to-back Meetings und im Morgengrauen endenden Nächten und nach euphorischen Fussballtagen. Hab es dann gestern doch noch geschafft zu einem Spiel ins Olympiastadion zu gehen. Ukraine gegen Tunesien. Kein wirklich spannendes Spiel, doch die Stimmung war grandios und es gelang mir das einzige Tor einzufangen. (neue Fanbilder stehen auch im Album)
Und nur um eines klar zu stellen: wir gewinnen gegen das Käcke-Team aus Schweden. n-tv hat dazu auch die überzeugenden Begründungen!

und zur Info: Fahne 4 fehlte letzen Freitag und Fahne 5 Samstag Morgen... noch sind ein paar im Koffer!

11.6.06

Die Welt zu Gast bei Freunden

Gestern stieg mein WM Fieber um ein paar Grad. Ich war auf der Fanmeile. Ein großartiges Erlebnis. Wie sagte dort ein Eingeborener: "Dit is ja wie 'ne Love-Parade füa Erwachsene, nüch' schlecht" Das ist das höchste Kompliment, zu dem Berliner fähig sind. Ich kann jedem nur empfehlen, diese großartige Stimmung mal selbst zu erleben. Ein wunderbares friedliches und fröhliches Beisammensein.
(nur zur Info: Heute fehlte wieder eine Fahne am Mopped - das ist jetzt
Nr 3)

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10.6.06

ich nehm's sportlich



Wie gestern schon geschrieben, hab ich zwei Fähnchen an meiner BMW angebracht. Ganz sorgfältig. Symetrisch. Wie Standarten. Ich find', es sieht lustig aus. Das fand der Fahnendieb wohl auch: heute fehlte eine! Hab sie sofort ersetzt, denn in meinem Seitenkoffer ist ein großzügiger Vorrat an Fahnen und Kabelbindern! HAH! ICH LASS MICH NICHT UNTERKRIEGEN! Nicht von so einem dahergelaufenen armseligen Schurken!

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9.6.06

ich bin enttäuscht ...


Gestern ließ ich mich vom allgemeinen WM Fieber mitreissen. Ich gab mich hin in den Strudel des Nationalstolzes, ging auf in den Wogen der Begeisterung für diesen fulminante Großevent, der ganz Berlin vereinnahmt hat. Es ist ja auch großartig. Die Stadt ist geschmückt wie sonst nur zu Weihnachten (meine Kollegen aus der ehemaligen SBZ verglichen es auch gerne mit den Feierlichkeiten zu Parteitagen oder Staatsjubiläen). An jeder Ecke hängen Poster mit amüsanten Sprüchen. Kinder in lustig bunten Trikots schwenken Wimpel aller Nationalitäten. Der Bahnhof Potsdamer Platz hat jetzt den Namen "Pele Station". Auch wenn ich weder Ahnung von noch ansonsten alltägliches Interesse an Fußball habe - die Stimmung die sich in der Stadt verbreitet hat mich angesteckt. Also nahm ich eine kleine, bescheidene schwarz-rot-goldene Fahne (eher ein Fähnchen), gewickelt um ein fragiles Holzstöckchen, an welchem ein kleiner unschuldiger Saugnapf befestigt war und dürckte es gestern Morgen vorsichtig an meinem Motorrad fest. Auf dem Weg zur Arbeit konnte ich mich nun an diesem vorwitzigen Wimpelchen erfreuen, welches der Welt mitteilen sollte "auch ich habe Spaß an der WM". Das war schön. Kurze Momente kindlicher Freude. Meine Kollegen quittierten zwar das Fähnchen an meiner BMW als "peinlich", doch das sollte mich nicht stören. Ich freute mich.
Dann kam der heutige Morgen. Ein wenig gestresst stieg ich auf mein Motorrad und mit schreckgeweiteten Augen blickte ich auf die leere Stelle an meinem Windshield. Keine Fahne. Kein Stöckchen. Kein Saugnapf. Leere. Nur ein kleiner kreisrunder Abruck im Staub, der davon Zeugnis trug, dass dort einmal ein kleiner Freudenspender haftete. Was ist mit dieser Welt geschehen? Warum stiehlt jemand ein kleines unbescholtenes Wimpelchen von geringem Wert? Was veranlasste einen Schurken, mir den Spaß an seinem lustigen Flattern nehmen zu wollen? (das Flattern des Fähnchens, nicht das des Schurkens) Ich bin enttäuscht, doch ich resigniere nicht! Heute Abend werden ZWEI Fähnchen an meiner Scheibe flattern.

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7.6.06

ein schwarzer Tag

Gute Stimmung, gute Gesellschaft, ein Bierchen, leckeres Essen... und dann lässt sich Alba von Köln vorführen... wieder ein Jahr ohne Meistertitel in Berlin.
Nun gut, Rhein-Energie hat verdient gewonnen - Glückwunsch nach Köln!
Damit die Stimmung nun aber nicht allzuschlecht wird werde ich mich den WM GEsängen der Stars hingeben! ! Beckenbauer & Beckhampower (Sound aufdrehen anklicken und LOS GEHTS!)

6.6.06

Das ultimative Cabrio für den Mann

Nun beginnen wir also mal damit, uns über die wirklich wichtigen Dinge im Leben eines Mannes Gedanken zu machen. (Die Leserinnen mögen mir verzeihen, sollte dieses Thema für sie nicht das "Gelbe vom Ei" sein). Es gibt in den tiefen der männlichen Existenz ein Thema, an dem sich die Geister so vehement scheiden, wie dereinst in In J. Swifts RomanGullivers Reisen die Streitfrage über das Köpfen oder Aufschlagen von Eiern. Dort gerät diese Streitfrage zum handfesten Kriegsgrund zwischen den Dickendern und den Spitzendern in Liliput. Hier geht es nun um ein sehr artverwandtes Thema. Rein bildlich gesprochen geht es sogar um das gleiche Thema. Boxer oder Slip? Hier stehen sich nun zwei Fraktionen gegenüber. Diejenigen die die luftig schwingende Freiheit geniessen und jene die den perfekten Sitz und die sichere Lage bevorzugen. Die meisten Herren wechseln selten zwischen diesen Welten. Auch wenn sie die Vorzüge des jeweils anderen zu schätzen wissen, so überwiegen doch meist die subjektiv empfundenen Nachteile. Das eine lässt sich nicht unter leichten Anzughosen tragen und bei dem anderen wird gelegentlich von einer "Überhitzung" und Einengung berichtet. Damit könnte sich nun die Welt - wenn auch gespalten in zwei Lager - in perfekter Ordnung und friedlicher Koexistenz weiterdrehen. Doch dann kam Dirk Rothenbücher nach dem Kauf einer verschnittenen Unterhose (Slip oder Boxer? wir wissen es nicht) auf die Idee zum Kompromiss. Wollte er damit ein Welten verbindenendes, Frieden schaffendes und vereinigendes Werk tun? Auch das entzieht sich unserer Kenntnis. Nur das Ergebnis ist bekannt. Es nennt sich "sacfree". Ich möchte es dem Leser nun selbst überlassen, dieses Wort zu überdenken, sich in seiner (vielleicht auch in ihrer) Phantasie ein Bild von einer Errungenschaft der Moderne zu machen, die zu deutsch den Namen "Sackfrei"trägt und schlußendlich sich die Frage zu stellen: Wer braucht das?

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Die grausamen Folgen der Unabhängigkeit

Montenegro, der jüngste europäische Staat, hat am Pfingstmontag die Europäische Union, die Vereinten Nationen, die Nachbarländer und die führenden Staaten der Welt zur Anerkennung seiner Unabhängigkeit aufgerufen.
Sind die Staaten der Welt sich überhaupt der grausamen Folgen gewahr? Dem Schrecken, der damit über uns Europäer hereinbricht?
Noch ein Land mehr beim Grand Prix d´Eurovision de la Chanson ... Ach nein, der Name ist ja jetzt Eurovision Song Contest. Mal sehen was uns da erwartet.

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2.6.06

Klassentreffen!

Welch eine Überraschung, da hab ich doch ne Mail von Kai P. bekommen. Ein Projektmanager, der sich nun an ein richtig großes und wichtiges Projekt wagt: das Klassentreffen zum 20. Abijubiläum des Jahrgangs 1987. Endlich mal wieder etwas auf das man sich laaaaaaaaange im voraus freuen kann. Termin ist der 28. April 2007, Ort noch unbestimmt. Also an alle 87er Schadow Abiturienten "Save the Date"